Jährliches Einsparpotential im siebenstelligen Bereich

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Ein jährliches Einsparpotential im siebenstelligen Bereich ist das Ergebnis des Optimierungsprojektes, das THIMM Consulting gemeinsam mit der Hager Group durchgeführt hat.

Die Hager Group ist einer der weltweit führenden Anbieter von Systemen, Lösungen und Services für elektrotechnische Installationen in Gebäuden. Das Unternehmen führte eine Branding-Initiative durch, deren Hauptziel es war, eine klare Angebotsstruktur zu schaffen und die Leitmarke Hager zu stärken. Im Zuge dieser Neustrukturierung des Markenauftritts wurden mehrere Marken der Gruppe in das Hager-Angebot integriert.
Gleichzeitig sollte das Verpackungssortiment mit Blick auf den schonenden Einsatz von Ressourcen überarbeitet werden. Kurz gesagt: Wettbewerbsfähigkeit steigern, Kosten senken, Umwelt schonen.

Methodenkompetenz sichert Zielerreichung

Das auf europäischer Ebene angelegte Projekt wurde in drei Stufen aufgesetzt: Verpackungsanalyse, Konzeption und Implementierung.
Ziel der Analyse war es, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und Prioritäten für das Vorgehen festzulegen. Insgesamt hat THIMM Consulting dabei neun Standorte in Deutschland, Frankreich, Italien und Polen durchleuchtet. Dabei hat das Beraterteam nach einer klaren, standardisierten Vorgehensweise gearbeitet. Diese Methodik ist entscheidend, um das Ziel zu erreichen. 
Im Rahmen der Untersuchung wurden Mitarbeiter interner Bereiche des Kunden wie Einkauf, Marketing, Vertrieb, Produktion, Lager und Logistik interviewt. Ergänzend dazu führten die Experten rund 160 Interviews mit Großhändlern und Installateuren. Die Meinung der Kunden wurde bewusst berücksichtigt, denn die Verpackung wirkt auf die gesamte Logistikkette ein und beeinflusst nicht nur Prozesse innerhalb der Produktion, sondern auch vor- und nachgelagerter Bereiche: Von der Zulieferung bis zur Installation der Komponenten auf der Baustelle.

Kostentreiber schnell identifizieren und optimieren

Ob die verpackungsrelevanten Prozesse wirtschaftlich sind, hängt von mehreren zentralen Kostentreibern ab: Verpackungskonstruktion und -handling, Volumen- und Flächennutzungsgrad, Verpackungsvielfalt, Verpackungsbestände und Qualitätsanforderungen. Bei der Befragung erhielt die Hager Group viel positives Feedback, aber es gab auch Bereiche mit großem Handlungsbedarf. Der Volumennutzungsgrad einzelner Verpackungstypen beispielsweise lag unter 50 Prozent. Ähnlich war die Situation bei der Palettenauslastung.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Untersuchung stand die Konzeptionsphase an. Dabei galt es, die Verpackungsprozesse ebenso wie die Verpackungsstandards neu zu definieren. Im Fokus dabei standen die Standardisierung von Verpackungstypen, deren Modularität, Material- und Volumeneffizienz sowie die Beschaffungsoptimierung. Insgesamt konnte so bereits ein Drittel der gesamten Einsparungen kurzfristig generiert werden. Parallel dazu starteten fünf Teilprojekte, mit deren Hilfe die übrigen zwei Drittel des Einsparpotenzials innerhalb von zwölf Monaten gehoben wurden.

Standards reduzieren Komplexität und Kosten

Eines dieser Teilprojekte war die sukzessive Anpassung des Verpackungssortiments der übrigen Werke auf das bereits optimierte Portfolio. Weiter ging es mit der Harmonisierung der Verpackungsdaten aller europäischen Werke. Hier galt es, Lieferstandards zu entwickeln und Sortimente für Ausschreibungen aufzubereiten. Dazu war die Einrichtung eines einheitlichen Erfassungsprozesses notwendig, der die Zuordnung der Verpackungsmaße und -eigenschaften sowie kostenrelevanter Informationen zu definierten Artikelnummern regelt. Das führt zu weniger Komplexität, reduzierten Einkaufspreisen und geringeren Kosten im Rahmen des Marken-Relaunches. Gleichzeitig wurde die Datenbasis für die nächsten Projektschritte optimiert.
Die Neugestaltung eines werksübergreifenden, integrierten Entwicklungsprozesses für Verpackungen war ein weiterer wichtiger Punkt. Die Entwicklung klarer Standards für die Verpackungskonstruktion stand dabei ebenso im Fokus wie die Schaffung der technischen Voraussetzungen für die Erstellung von Verpackungsspezifikationen. Ein ergänzender Baustein war die Definition von Abläufen für Verpackungstests.

Wegbereiter für effiziente Prozesse

Die Verpackung ist für die Hager Group der Wegbereiter für einen effizienten Ablauf sowohl in den Werken als auch beim Großhandel und den Installateuren, die mit den Produkten arbeiten. Darüber hinaus ist sie ein bedeutender Beschaffungsposten des Unternehmens. Rund 95 Prozent des Volumens entfallen auf papierbasierte Packmittel.
Es wurden in dem Projekt alle Verpackungen unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten optimiert: Das neue Verpackungsmaterial besteht zu 100 Prozent aus Recycling-Karton, der Kartonagenbedarf wurde um 20 Prozent gesenkt. Durch das optimierte Planformat wurde beispielsweise bei der prämierten Verpackungskonstruktion (siehe Bilder) 300.000 Quadratmeter Wellpappe pro Jahr eingespart. Auch die bedruckte Fläche wurde von 60 auf zehn Prozent reduziert. Darüber hinaus ist der Markenauftritt klarer und selbstbewusster als zuvor.
Ein dickes Plus blieb nach der erfolgreichen Verpackungsoptimierung für die Hager Group, aber auch für die Umwelt.

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