Verpackungswissen von A bis Z

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A

Antirutschlack

Beschichtung des Papiers/Wellpappe mit dem Ziel die Haft- und Gleitreibung der Verpackung zu erhöhen.

B

BCT/Stapelstauchwiderstand (DIN ISO 55440-1)

Box-Compression-Test (Stapelstauchdruckprüfung) [kN]. Der BCT beschreibt die statische Belastung einer Verpackung. Die Ermittlung erfolgt mit der Stauchdruckpresse.

Beschichtungen

Oberflächenveredelung mit dem Ziel Be- und Verarbeitbarkeit des Stoffes zu verbessern, Grundwerkstoffe zu kombinieren um die jeweiligen Vorteile des einzelnen Werkstoffes zu nutzen und Nachteile zu kompensieren. Beim Beschichten werden Teilchen eines formlosen Stoffes auf ein Flächengebilde aufgebracht, wodurch eine geschlossene Schicht entsteht.

BRC-IoP

Verbindlich festgelegte Standards für Lieferanten von Packmitteln für Lebensmittel (Primär-/Sekundärverpackung).

BST/Berstdruck (DIN EN ISO 2758/2759)

Die Berstfestigkeit [kPa] ist der Widerstand, den eine kreisförmig eingespannte Probe einem einseitig gleichmäßig ansteigenden Druck bis zum Bersten entgegensetzt.

C

Code of Conduct

Sammlung von Verhaltensregeln bezogen auf ethische Werte, Gesetze und weitere Aspekte der unternehmerischen Verantwortung. Der Verhaltenskodex stellt eine Art Selbstverpflichtung dar. Die Einhaltung eines Codes of Conduct kann durch Audits geprüft werden und bei Abweichungen können Korrekturmaßnahmen oder auch Sanktionen eingeleitet werden. Bekannte Verhaltenskodizes: BSCI Code of Conduct, UN Global Compact.

Cromalin

Farbprüfverfahren( Tonerverfahren); ein kostengünstiges und sicheres Proof für gerasterte Farbauszüge. Cromalin entspricht weitgehend den Eurostandard im Offsetdruck.

CTP

Computer to Plate ist ein übergeordneter Begriff für zahlreiche unterschiedliche Bebilderungsverfahren von Offsetdruck-Platten. Die Verfahren unterscheiden sich in Bezug auf die Art der Belichter (Innen-, Außentrommel- oder Flachbett-Belichter), der verwendeten Lichtquellen (violette und thermische Laser, UV-Lichtquellen), der Plattenbeschichtung und der Entwicklung der bebilderten Platte.

D

Digitaldruck

siehe ThimmColor® digital

Doppelwelle

Zweiwellige Wellpappe; aus Kombinationen gleicher oder verschiedener Wellenformen hergestellt. Zum Beispiel EB-Welle oder BC-Welle.

Drucklack

Farblose Lackschicht, die in der Druckmaschine aufgebracht wird. Der Drucklack verbessert die Oberflächeneigenschaften wie Abriebfestigkeit und Glanz.

DTP

Desktop Publishing ist das rechnergestützte Setzen hochwertiger Dokumente, die aus Texten und Bildern bestehen und später als Publikation ihre Anwendung finden.

Durchstoßprüfung Pendelschlagwerk (DIN 53142-1)

Testverfahren, das mit Hilfe eines Pendels den Durchstoßwiderstand der Verpackung prüft.

E

EAN

Europäische-Artikel-Nummer; maschinell lesbarer Strichcode (EAN 13, EAN 128), er wird zur Vereinfachung der logistischen Abläufe, Automatisierung und Erhöhung der Sicherheit eingesetzt. Zuständig ist die in Europa ansässige weltweite Organisation "European Article Numbering Association", die gemeinsam mit dem amerikanischen Uniform Code Council für die Nummern- und Kommunikationssysteme, die EAN, UPC, EANCOM und UCS umfassen.

ECMA-Code (DIN EN14054)

Der ECMA-Code ist ein technisch-logisches Standardverzeichnis für die Faltschachtelindustrie und deren Partner. Er ist bevorzugt für Primärverpackungen aus Karton. Es sind hier viele bekannte und gebräuchliche Faltschachtelformen erfasst und als Zuschnitt sowie in 3-D dargestellt.

ECR

(Efficient Consumer Response ) Gemeinsame Initiative, in der sich Vorlieferanten, Hersteller, Großhändler und Einzelhändler zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel ist es, durch gemeinsame Anstrengungen die Logistikkette zu verbessern und so den Konsumenten ein Optimum an Qualität, Service und Produktvielfalt zu optimalen Kosten bieten zu können.

ECT/Kanstenstauchwiderstand (DIN ISO EN 3037)

Edge-Crush-Test [kN/m] Prüfverfahren zur Ermittlung des Kantenstauchdruckes von Wellpappe.

EDI

(Elektronischer Datenaustausch) EDI ist die Übermittlung strukturierter Daten mittels festgelegter elektronischer Nachrichtenstandards von einer Computeranwendung in eine andere mit einem Minimum an manuellen Eingriffen. Durch die Vermeidung von Schreibarbeiten, Briefverkehr und anderen administrativen Kosten, die durch einen zu belegenden Informationsfluss verursacht werden, reduziert EDI: Kosten, Störungen und Fehler. Der praktische Nutzen für ECR ergibt sich aus den Spezifikationen der EANCOM-Nachrichten.

Einseitige Wellpappe

Wellpappe mit nur einer Deckenbahn. Die Welle ist von einer Seite aus sichtbar.

Einwellige Wellpappe

Einwellige Wellpappe besteht aus einer Lage gewelltem Papier (Welle), das zwischen zwei Lagen Papier oder Karton (Außen- & Innendecke) geklebt ist.

F

Faltkiste/-schachtel

Faltkisten bestehen aus einem Stück. Die Fabrikkante wird mit Hilfe von Klebestreifen, Drahtheftung oder Laschenklebung mit der zugehörigen Seite verbunden. Anhängende Deckel- und Bodenklappen ermöglichen später den Verschluss der Faltkiste (Faltschachtel).

Faltschachtelklebemaschine (kurz: FKM)

Verarbeitungsmaschine, die aus Schachtelzuschnitten mittels Verklebung flachliegende Schachteln in einem weiteren Verarbeitungsprozess herstellt.

FCT/Flachstauchwiderstand (DIN EN ISO 3035)

Flat-Crush-Test; Prüfmethode, die den Flachstauchwiderstand [kPa] von einwelliger Wellpappe bestimmt.

FEFCO/ESBO-Code (DIN EN14053)

Der FEFCO/ESBO-Code ist ein technisch-logistisches Standardverzeichnis für die Schachtelindustrie und deren Partner. Er ist bevorzugt für Lager- und Transportverpackungen aus Voll- und Wellpappe. Es sind hier viele bekannte und gebräuchliche Schachtelformen erfasst und als Zuschnitte wie in 3-D dargestellt. Darstellungen und Erläuterungen in drei Sprachen (deutsch, englisch, französisch).

Flachbettstanze

Verarbeitung von Wellpappe mit (entgegen dem rotativen Verfahren) flachliegender Stanzform.

Flachstanze

In der Flachstanze werden Wellpappebögen arretiert und von einem flachliegenden Stanzwerkzeug innerhalb einer Hubbewegung  ausgestanzt. Das Ergebnis sind sehr präzise Stanzungen.

Der Unterschied zur Rotationsstanze sind die Stanzbewegungen und die darauf angepassten Werkzeuge.

Flexodruck

Der Flexodruck ist ein direktes Hochdruckverfahren, bei dem flexible Druckplatten aus Fotopolymer oder Gummi bestehen und niedrigviskose Druckfarben verwendet werden. Als Hochdruckverfahren sind die erhabenen Stellen der Druckform und bildtragend.

Flexo-HQPP (HighQualityPostPrint)

Flexo-Direktdruck auf höchstem Qualitätsniveau mit kostengünstiger Fertigung kleinerer Auflagen.

Flexo-Postprint

Beim Wellpappendirektdruck wird im Gegensatz zum Preprint auf die Außenbahn der Wellpappe gedruckt. Geeignet für einfache Druckbilder ohne hohen Qualitätsanspruch.

Flexo-Preprint Belt-Technologie ThimmColor®

Bezeichnet ein innovatives Rollendruckverfahren, das speziell für die Anforderungen der Wellpappenerzeugung entwickelt und patentiert ist. Es kann besonders große Formate bis zu 450 cm Länge kostenoptimiert weitgehend ganzteilig produzieren. Die Druckformen werden auf Endlos-Belts montiert.

Flexo-Preprint CI-Technologie ThimmColor®

Bezeichnet das modernste Rollendruckverfahren (CI = Common Impression / Zentralzylinder-Druck), das durch makulatursparende Sleeve-Technologie stufenlose Drucklängen bis 206 cm Druckbilder bei besonders hoher Genauigkeit und Geschwindigkeit umsetzt.

foodWave

THIMM foodWave ist eine Welllensorte aus 100% Frischfasern für den Lebensmitteldirektkontakt.

foodWave | heatproof

THIMM foodWave | heatproof ist eine Wellpappe, die für den direkten Lebensmittelkontakt und für den Einsatz im Backofen oder in der Mikrowelle geeignet ist. Sie ist silikonfrei und lässt sich über den herkömmlichen Altpapierkreislauf entsorgen.

FSC

Steht für das „Forest Stewardship Council“-Zertifizierungssystem. Dieses Siegel zeichnet Holz- und Papierprodukte aus, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen.

G

Gefahrgut

Güter (Material / Stoffe), die besondere Gefahren für Menschen, Tiere und die Umwelt darstellen. Packmittel für Gefahrgüter müssen Bauart zugelassen sein und unterliegen in der Produktion speziellen Qualitätsanforderungen.

Grammatur

Flächenbezogene Masse [g/m²], Maßeinheit für Papier, Karton und Pappe, die die Masse pro Flächeneinheit (m²) bestimmt.

H

Halbzellstoff

Wellenpapier aus chemisch gewonnenem Zellstoff (ca. 65%), Recyclingfaseranteil höchstens 35%, bessere Feuchtigkeitsstabilität als Wellenstoff, teurer als Wellenstoff, hohe Steifigkeit.

I

Inliner (Faltkistenlinie)

Verarbeitungsmaschine in der Drucken, Stanzen, Kleben und Falten in einer Maschine durchgeführt wird. Häufiges Einsatzgebiet ist die Faltkistenherstellung.

Innendecke

Das Papier der Innenseite von Wellpappe.

Innenmaße

Inneren Abmessungen eines Packmittels. Durch Addition der Materialstärken ergeben sich die Außenmaße.

J

Just-in-sequence (kurz: JIS)

„Just in sequence“ bezeichnet eine Lieferart, bei der die benötigte Ware zeit-, mengen- und artgenau an den richtigen Platz geliefert und sofort verarbeitet wird. Dabei ist der entscheidende Unterschied zu Just-in-time ist die Anlieferung in der richtigen Reihenfolge.

Just-in-time (kurz: JIT)

Produktionsprinzip, bei dem sich die Anlieferung von benötigtem Material an den Anforderungen für den Ge- oder Verbrauch orientiert. Daher müssen Abläufe genau aufeinander abgestimmt werden, um Lagerkosten zu vermeiden. 

K

Karton

Flächiger, hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Pappe hat eine flächenbezogene Masse zwischen 150-600 g/m².

Kaschieren

Vereinigen vorgefertigter Flächengebilde mit Hilfe eines Kaschiermittels oder auf Grund des thermoplastischen Verhaltens des Verarbeitungsgutes. Ziel: Be- und Verarbeitbarkeit des Stoffes zu verbessern, Grundwerkstoffe zu kombinieren um die jeweiligen Vorteile des einzelnen Werkstoffes zu nutzen und Nachteile zu kompensieren.

Klischee

Druckformen für den Flexodruck.

KLT

Abkürzung für Kleinladungsträger. Kleinladungsträger sind in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich. Hierzu zählen standardisierte Kisten aus Wellpappe wie auch Kunststoff.

Kraftliner

Deckenpapier bestehend aus Nadelholz-Sulfatzellstoff, der Recyclingfaseranteil beträgt max. 20%. Durch einen großen Anteil von langen Fasern, besitzt der Kraftliner die höchste Festigkeit aller Wellpappenpapiere. Kraftliner ist feuchtigkeitsstabil und wird bevorzugt für Transportverpackungen verwendet.

L

Linkskarton

Zuschnitt bei dem sich die Klebelasche auf der linken Seite befindet (Außenbetrachtung).

Luftdurchlässigkeit

Werkstoffkenngröße von Papier; Luftmenge die durch die Papieroberfläche strömt. Wichtige Kennzahl für das Laufverhalten von Verpackungen auf Verpackungsmaschinen bei denen mit Vakuum gearbeitet wird.

M

Mehrwellige Wellpappe

Bestehend aus zwei oder mehr Lagen gewelltem Papier (Welle), die durch jeweils eine Lage Papier oder Karton (Zwischenbahn) miteinander verklebt sind und deren freie Außenfläche ebenfalls mit je einer Lage Papier oder Karton (Außen- und Innendecke) beklebt sind.

Mengentoleranz

Toleranzen in der Auftragsmenge, die durch produktionstechnische Faktoren maßgeblich beeinflusst werden. Über- und Unterlieferung einer Auftragsmenge bewegen sich, wenn nichts anderes vereinbart wurde, innerhalb definierter Toleranzgrenzen.

Modulverpackung

Ein aus dem Modul-Maß abgeleitetes System von Verpackungsmaßen (gem. ISO 3637), z.B. Verpackungen, aus denen das ISO-Grundmodul (600x400 mm) auf Basis der Euro-Palette gebildet werden kann.

N

Nassfeste Wellpappe

Nassfeste Wellpappe bestehend aus Wellpappe mit nassfester Verklebung.

O

Offsetdruck

Der Offsetdruck ist ein indirektes Flachdruckverfahren, bei der die druckenden und nichtdruckenden Stellen nahezu in einer Ebenen liegen. Die Trennung der druckenden und nichtdruckenden Stellen erfolgt durch das physikalische Prinzip der Fett-Wasser-Abstoßung. Es werden hochviskose Druckfarben eingesetzt, die durch den Druckformenzylinder und den Gummituchzylinder auf den Bedruckstoff übertragen werden.
Im Offsetdruck (bis 100 Linien/cm) können mehr Linien/cm auf den Bedruckstoff gedruckt werden als im Flexodruck (18 bis 54 Linien/cm). Je höher die Linienzahl, desto klarer ist das Druckbild, wird es aus der Nähe betrachtet. Typische Einsatzgebiete für den Offsetdruck sind Präsentkartons, Prospekte, Plakate oder Displays.

P

Packgut

Gegenstand, der zu verpacken oder verpackt ist.

Packhilfsmittel

Dient gemeinsam mit dem Packmittel oder selbständig dem Verpacken des Packgutes.

Packmittel

Besteht aus dem Packstoff und dient der Umhüllung des Packgutes. Je nach Art des Packmittels ist dieses aus verschiedenen Packmittelteilen und -elementen zusammengesetzt.

Packstoff

Ein Werkstoff aus dem Packhilfsmittel und Packmittel hergestellt werden.
Beispielsweise: Karton, Papier, Pappe, Kunststoff

Packstück

Zu einem Stück zusammengefasste Versand- oder Transporteinheit.

Pappe

Flächiger, hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Pappe hat eine flächenbezogene Masse > 225 g/m².

Perforation

Unterbrochene Schneidline; sie dient zum Vorbereiten von Biegestellen und als Öffnungshilfe (Aufreißperforation).

Postprint

Beim Postprint wird die fertige Wellpappe direkt bedruckt. Dabei kann es zum sog. „Waschbretteffekt“ kommen, der durch die Wellen der Pappe beim Drucken entstehen kann.

Preprint

Beim Preprint (Vordruck) wird die Deckenbahn der Wellpappe zuerst bedruckt und dann auf die Wellpappe kaschiert.

Primärverpackung

Primärverpackungen haben einen direkten Kontakt zum Inhalt. Sie müssen daher lebensmittelrechtlichen oder arzneimittelrechtlichen Anforderungen entsprechen. Somit kann der Schutz und die Qualität gewährleistet werden.

Proof

Ein Proof ist ein Probedruck, der sich möglichst nahe an das jeweilige Druckverfahren hält. Der Proof dient als Kontrollmittel zur Abstimmung der Farben und erfolgt im Verhältnis 1:1.

R

Raster

Ein Raster ist die technische Auflösung eines Bildes in druckbare Punkte. Das Raster wird in Punkten pro cm gemessen und auch so bezeichnet, z.B. 24er Raster, 48er Raster etc.

Rechtskarton

Zuschnitt bei dem sich die Klebelasche auf der rechten Seite befindet (Außenbetrachtung).

Retail Ready Packaging (RRP)

Handelsgerechte Regalverpackung unter Berücksichtigung wesentlicher Anforderungen entlang der verpackungsrelevanten Wertschöpfungskette des Handels vom Handelslager bis zum POS bzw. der Entsorgung oder Produktrückführung.

RFID (Radio Frequency Identification)

Technologie zur berührungslosen Identifizierung von Objekten. Mittels Funkwellen werden dabei Daten von einem RFID-Transponder an einen Empfänger gesendet und dann ausgewertet. Die RFID-Technologie bietet eine sinnvolle Ergänzung zum Barcode und soll entlang der gesamten Supply-Chain zum Einsatz kommen.

RFID-Transponder

Unter einem RFID-Transponder versteht man einen Funksender, der Signale von einem Lesegerät empfängt und wieder zurück sendet. Ein solcher Transponder enthält mindestens einen eindeutigen Produktcode, aber oft auch zusätzliche Informationen. Es gibt Transponder in verschiedensten Ausführungen, z.B. als Etiketten oder Plastikkarten.

Rillen

Der Riller bereitet bewegliche bzw. scharnierartige Biegestellen vor, mit dem Ziel, den geometrischen Ort der Biegung festzulegen, Schaffung eines scharnierartigen biegbaren Querschnitts und Reduzierung des Biegewiderstands an der Biegestelle.

Rotationsstanze

In der Rotationsstanze laufen die Wellpappebögen ohne Arretierung unter einem rotierenden Zylinder hindurch. Auf diesem sind die Schneidwerkzeuge, die auf eine halbrunde Holzschale aufgebracht sind, montiert.
Dieses Verfahren ist wesentlich produktiver als bei der Flachstanze, aber nicht für alle Stanzungen geeignet. Die beiden Stanzverfahren unterscheiden sich dementsprechend im Wesentlichen durch die Stanzbewegung und die darauf angepassten Werkzeuge.

S

Schnittzeichnung

Zeichnung (Werkzeugzeichnung) als Vorlage für die Herstellung des Stanzwerkzeuges und die Druckbildgestaltung. Ebenso wird die Schnittzeichnung als Bestandteil der Auftragsunterlagen für die Qualitätssicherung eingesetzt.

Schrenz

Preiswerter Altpapierrohstoff, der durch fehlende Leimung stark feuchtigkeitsempfindlich ist. Er wird zur Erzeugung von Wellpappe niedrigster Güteklasse verwendet.

Sedex

Sedex steht für „Supplier Ethical Data Exchange”-Datenbank. Diese Plattform bietet einen transparenten Überblick über das nachhaltige und soziale Engagement von Unternehmen.

Sekundärverpackung

Umverpackungen oder Zweitverpackungen, die eine bestimmte Anzahl von Verkaufseinheiten enthalten, welche in der Verkaufsstelle zusammen an den Endverbraucher abgegeben werden oder allein zur Bestückung von Verkaufsregalen dienen. Diese Verpackungen könne von der Ware entfernt werden, ohne dass dies die Eigenschaften der Ware beeinflusst.

Siebdruck

Der Siebdruck ist ein direktes Druckverfahren, bei dem die Druckfarbe mit einer Gummirakel durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedruckt wird. An denjenigen Stellen des Gewebes, wo dem Druckbild entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht.

Der klassische Siebdruck ist weitestgehend vom Digitaldruck abgelöst worden.

SMI/Supplier-managed Inventory

Der Lieferant übernimmt die Verantwortung für die Bestandsmengen des Kunden. Um dies zu ermöglichen, erhält der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden.

Spezialpapiere

Papiere mit speziellen Eigenschaften. Beispielsweise: THIMM Starliner®, THIMM Multiflute®, TPImpress!, TPGlossGD2!, Pizzaliner, Silikonliner und PE-Papiere.

SRP (Shelf-Ready-Packaging)

Handelsgerechte Regalverpackung unter Berücksichtigung wesentlicher Anforderungen am POS:

  • Easy Identification (Einfache Identifikation)
  • Easy Open (Einfaches Öffnen)
  • Easy Shelf (Einfaches Verräumen)
  • Easy Shop (Einfaches Verkaufen)
  • Easy Dispose (Einfaches Entsorgen)

Streifenstauchwiderstand/SCT (DIN 54518)

Der SCT in der Blattebene ist die auf eine Probebreite bezogene maximale Stauchbruchkraft, die die Probe einer festgelegten Stauchung entgegensetzt.

Supply Chain (Logistikkette)

Alle Aktivitäten, die notwendig sind, um die Nachfrage eines Produktes oder einer Dienstleistung zu befriedigen, ausgehend von der Nachfrage für Rohmaterialien oder Daten bis zur Auslieferung des fertigen Produktes an den Endverbraucher.

T

Tertiärverpackung

Schutz vor Transportschäden steht im Vordergrund. Die Verpackungen sind oft auf LKW- oder Containermaß ausgerichtet, um eine optimale Ausnutzung zu erreichen. Transportverpackungen bestehen aus unterschiedlichen Materialien wie Wellpappe, Holz oder Schaumkunststoffen, dadurch können sie vor Stößen und äußeren Einflüssen geschützt werden.

Testliner

Deckenpapier aus 100% Recyclingfasern mit definierten Festigkeiten. Meist mehrlagig gearbeitet, geleimt und ungeleimt lieferbar. Im Vergleich zu Kraftliner insgesamt feuchtigkeitsempfindlicher und niedrigerer Berstdruck. In Deutschland wird in drei TL-Gruppen unterschieden T1, T2 und T3.

ThimmColor®

ThimmColor® ist der Markenname für hochwertig vorbedruckten Verpackungen von THIMM - THE HIGHPACK GROUP. Die ThimmColor®-Produkte werden mit unserem patentierten Flexo-Preprint-Verfahren gedruckt.

ThimmColor® digital

Der Digitaldruck bezeichnet eine Gruppe von Druckverfahren, bei denen das Druckbild direkt aus dem digitalen Datensatz in eine Druckmaschine übertragen wird. Dabei wird keine herkömmliche Druckform/-platte benötigt.
Bei THIMM vertreten durch die Digital-Rollenvordruckmaschine HP PageWide Inkjet T1100S neuster Bauart. In verschiedene Bahnen aufgeteilte Rollen ermöglichen den parallelen Druck unterschiedlicher Aufträge in variablen Formatgrößen und Auflagenhöhen. Mehrere kleine Jobs können in Warteschlangen gestellt und gemeinsam, ohne zwischenzeitliche Vorbereitung, produziert werden. Mit Wasser- und pigmentbasierten Farben entstehen erstklassige Farbdrucke auf Offsetniveau.

TSR

THIMM Social Responsibility meint die unternehmerische Verantwortung von THIMM in den drei Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Die THIMM Gruppe hat innerhalb dieser drei Säulen vier eigene Handlungsfelder identifiziert:
Ökonomie: Handlungsfeld Markt
Ökologie: Handlungsfeld Umwelt & Prozesse
Soziales: Handlungsfeld Mitarbeiter
Soziales: Handlungsfeld Gemeinwesen

V

VCI-Papiere

Papiere, die mit VCI (Volatile Corrosion Inhibitor) beschichtet oder imprägniert sind. Durch die Abgabe des VCI-Wirkstoffs, welcher sich auf die Oberfläche des metallischen Packguts ablagert, wird der Korrosionsschutz erzielt.

VMI/Vendor managed inventory

Der Lieferant übernimmt die Verantwortung für die Bestandsmengen des Kunden. Um dies zu ermöglichen, erhält der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden.

Vollpappe

Flächiger, hauptsächlich aus pflanzlichen Fasern bestehender Werkstoff, der durch Entwässern einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Vollpappe hat eine flächenbezogene Masse > 220 g/m². 

W

Wellenarten

  • F-Welle 0,6 - 0,9 mm
  • E-Welle 1,0 - 1,8 mm
  • T-Welle 1,7 mm
  • B-Welle 2,2 - 3,0 mm
  • C-Welle 3,1 - 3,9 mm
  • A-Welle 4,0 - 5,0 mm
  • FE-Welle 1,6 - 2,7 mm
  • EE-Welle 2,7 - 3,2 mm
  • BE-/EB-Welle 3,2 - 4,8 mm
  • BC-Welle 5,3 - 6,9 mm
  • CAA-Welle 11,1 - 13,9 mm

Wellenstoff

Wellenstoff besteht aus recycelten Fasern mit einem bestimmten Anteil von Zusätzen (wie z.B. Stärke).

Wellpappe

Wellpappe ist ein Packstoff, der aus einer oder mehreren Wellenlagen besteht. Diese Wellenlagen sind auf ihrer Ober- und Unterseite mit Deckenpapieren verklebt.

Wellpappenanlage (kurz: WPA)

Herstellung von Wellpappe aus Papieren mittels Umformen und Verbinden von gewellten und glatten Papierbahnen.

Wrap-Around

Wrap-Around-Verpackungen (engl.: to wrap around - umwickeln) gehören zu den Verpackungen, die mit Hilfe von Automaten aufgerichtet, befüllt und verschlossen werden. Die Besonderheit dieser Automatenverpackungen besteht darin, dass die beschriebenen drei Arbeitsgänge innerhalb eines Durchlaufs verrichtet werden können, d.h. von nur einer Maschine bewältigt werden müssen.

In der Praxis wird der Zuschnitt der Wrap-Around-Verpackung zu einem "U" geformt, in welches die Produkte seitlich aufgesetzt werden. Anschließend wird die Verpackung mit Heißleim verschlossen. Der Gegendruck, der bei der Befüllung mit den Produkten entsteht, sorgt dabei für eine sichere Verklebung.

Z

Zuschnitt

Gestanzte Schachtel, die flachliegend und nicht weiterverarbeitet (z.B. verklebt) angeliefert wird.

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